Fachärztliche Berufsausübungsgemeinschaft für Pathologie und Molekularpathologie

Dr. (CS) Jiri Outrata - PD Dr. med. Christoph Weiler

 
 

Probenversand allgemein

  1. Das Fixierungsmittel der Wahl für Biopsien und auch Operationspräparate ist 4 %iges Formalin. Dieses sollte gepuffert sein, da so weitergehende Untersuchungen, z.B. Immunhistologie oder Molekularpathologie, zuverlässig durchgeführt werden können.
  2. Das Volumenverhältnis Gewebe zu Formalin sollte mindestens 1:5 betragen. Es ist streng darauf zu achten, dass sich ausreichend Formalin im Versandgefäß befindet, da es ansonsten aufgrund der Autolyse zu einer deutlichen Einschränkung der histopathologischen Diagnostik kommt.
  3. Das Versandgefäß sollte in Relation zum übersandten Gewebe eine adäquate Größe besitzen, damit eine ausreichende Fixierung gewährleistet ist.
  4. Alle Versandgefäße sind mit einem Patientenaufkleber zu versehen.
  5. Die Begutachtungsanträge sollten mit einem Praxis- /Klinikstempel versehen werden, um eine eindeutige Identifizierung des einsendenden Arztes oder des entsprechenden Krankenhauses zu garantieren.
  6. Die klinischen Informationen sollten alle Details enthalten, die für die Diagnose bedeutsam sind sowie ggf. die klinische Fragestellung. Hierzu zählen insbesondere histopathologische (auswärtige) und andere Vorbefunde, Vorerkrankungen, vorausgegangene Therapiemaßnahmen oder Medikamente.

Versandgefäße und Begutachtungsanträge können jederzeit telefonisch Telefon: 0711 264380/2639-2486 oder per Fax 0711 2625006 angefordert werden.

 

Zytologie 

Exfoliativ- und Punktionszytologie 

Lufttrocknung für May-Grünwald-Giemsa-Färbung, z.B. für hämatologische Analysen. Feuchtfixation der Objektträger für alle anderen Färbungen durch Eintauchen in 96%-ige Alkohollösung für 15 Minuten oder durch Sprayfixativ, danach Lufttrocknung über etwa eine Stunde.                                  

Urin, Punktionsflüssigkeiten, Ergüsse

Versand nativ in dem Volumen entsprechenden Gefäßgrößen. Zur Vermeidung von Zytolyse Fixation 1:1 mit 50%iger Ethanollösung bei drei Stunden überschreitender Zeit zwischen Materialgewinnung und Eintreffen im Labor.  

 

 

Einsendung von Schnellschnitten

Das Untersuchungsmaterial wird per Boten oder Taxi überbracht. Das Ergebnis wird per Telefax oder telefonisch übermittelt.

Für die Übersendung eines Schnellschnittes muss das Gewebe unfixiert belassen und luftdicht verpackt sein. Um ein Austrocknen zu vermeiden, sollten kleinere Proben in einem feuchten Tupfer oder in 0,9 %iger NaCL überbracht werden.

Der reibungslose Ablauf der Schnellschnitt-Untersuchungen wird erleichtert durch:

  • vorherige telefonische Ankündigung
  • ausreichende klinische Informationen
  • Angaben spezieller klinischer Fragestellungen
  • Markierung des Präparates mit Fäden, Nadeln, Clips oder Farbstoffen mit Angaben zur räumlichen Orientierung (häufig Skizze sinnvoll)
  • Korrekte Telefonnummer für die Durchsage des Schnellschnittergebnisses angeben.

 

Befundversand

  • Über Hol- und Bringedienst
  • Per Telefax (auf Wunsch unter Beachtung der datenschutzrelevanten Bestimmungen)
  • Per Post
  • Bei wichtigen Befunden oder Eilfällen (cito) per Telefon oder Telefax
  • per LDT

 

Konsilpartner und Referenzpathologie

Notwendige Zusatzuntersuchungen – beispielsweise spezielle molekularpathologische Untersuchungen – oder referenzpathologische Zweitmeinungen leiten wir an ausgewählte Institute weiter.
Die Listen unserer Konsilpartner / Unterauftragnehmer erhalten Sie gerne auf Wunsch von uns.

Die Konsiliarii werden darauf hingewiesen, dass das zugesandte Probenmaterial unter Wahrung der Bestimmungen des Datenschutzes sorgfältig zu behandeln ist.